DE
Die Ausstellung Flickers in a Quiet Zone versammelt Momente, in denen Malerei in den Raum übertritt und zwischen Zuständen und Stimmungen oszilliert. Die Werke in ihrer Gegenüberstellung zeigen Einblicke in Geschichten. Wie ein kurzes Flimmern, wenn der Körper sich langsam entspannt und die Augenlider schwer werden. Die Gedanken driften ab und Bildwelten öffnen sich nach und nach.
Die Arbeiten von Laura Grubenmann erzählen Geschichten, die uns beim Einschlafen begleiten. Der Moment kurz vor dem Einschlafen, ein Kippen zwischen Realität und Traumwelt. Erzählungen von imaginären Zufluchtsorten, in einem anderen Jetzt. Vom beinlosen Paradiesvogel, der in der Luft lebt. Von den Beziehungen zum Meer und vom Rauschen in der Muschel. Auf den am Boden verteilten Glaskugeln sind malerische Szenen zu sehen, die verschiedene Interpretationen der Paradiesvögel zeigen. Die Ölpastelle erzählen die Geschichten weiter. In fragilen Formen werden weiche Comfort-Objekte erkennbar, umgeben von Stimmungen, die als Ort undefiniert bleiben. Verborgene, hoffnungsvolle Aussenräume, in denen sich ein geschütztes Innen befindet.
Wie ein Fenster zur Welt beschreibt Noah Kohlbrenner seine Arbeit. Als zentrales Konzept der Kunstgeschichte versteht die Malerei das Bild als Fenster zur Welt, als einen Ausschnitt der Wirklichkeit. Die Ölmalereien von Kohlbrenner gehen jedoch über diese Wirklichkeit hinaus. Ausschnitte von Körper, Textilen, Mode, Materialien und Pflanzen aus kunsthistorischen Recherchen finden sich auf kleinformatigen Leinwänden wieder und werden in einem zeitgenössischen Kontext neu erzählt. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich mit Orten, die durch menschliches Handeln rasch und radikal verändert werden und die in wenigen Jahren nur noch als Erinnerungen und Bilder existieren.
Die Malereien, aufgezogen auf Holz, stehen teils für sich und teils sind sie in die von Hand gehobelten, alten, gebrauchten Holzbalken aus dem Engadin eingelassen. Wie das Fenster im Bild, bilden sie einen Übergang zwischen Innenraum und Aussenwelt und tragen nicht nur die Malerei, sondern auch ihre eigene Geschichte in sich.
EN
The exhibition Flickers in a Quiet Zone brings together moments in which painting transcends into space and oscillates between states and moods. Through their juxtaposition, the works offer glimpses into narratives.
Like a brief flicker as the body slowly relaxes and eyelids grow heavy. Thoughts drift away and visual worlds gradually open up. Laura Grubenmanns works tell stories that accompany us into sleep. The moment just before falling asleep, a tipping point between reality and a dream world. Narratives of imaginary sanctuaries in a different now. Of the legless bird of paradise that lives in the air. Of relationships with the sea and the rustling sound within a seashell.
Mural-like scenes are visible on glass spheres scattered across the floor, showing various interpretations of the birds of paradise. The oil pastels extend these stories further. In fragile forms, soft comfort objects become recognizable, surrounded by moods that remain undefined as locations. Hidden, hopeful outer spaces that harbor a protected interior.
Noah Kohlbrenner describes his work as a window to the world. As a central concept in art history, painting understands the image as a window, as a section of reality. However, Kohlbrenners oil paintings go beyond this reality. Snippets of bodies, textiles, fashion, materials, and plants from art-historical research reappear on small-format canvases and are recontextualized within a contemporary narrative. In this vein, he explores places that are rapidly and radically transformed by human intervention and that in a few years will exist only as memories and images.
The paintings, mounted on wood, partly stand alone and are partly embedded in hand-planed, old, used wooden beams from the Engadin. Like a window within a picture, they form a transition between the interior and the outside world and carry not only the painting but also their own history.
DE
Die Ausstellung Flickers in a Quiet Zone versammelt Momente, in denen Malerei in den Raum übertritt und zwischen Zuständen und Stimmungen oszilliert. Die Werke in ihrer Gegenüberstellung zeigen Einblicke in Geschichten. Wie ein kurzes Flimmern, wenn der Körper sich langsam entspannt und die Augenlider schwer werden. Die Gedanken driften ab und Bildwelten öffnen sich nach und nach.
Die Arbeiten von Laura Grubenmann erzählen Geschichten, die uns beim Einschlafen begleiten. Der Moment kurz vor dem Einschlafen, ein Kippen zwischen Realität und Traumwelt. Erzählungen von imaginären Zufluchtsorten, in einem anderen Jetzt. Vom beinlosen Paradiesvogel, der in der Luft lebt. Von den Beziehungen zum Meer und vom Rauschen in der Muschel. Auf den am Boden verteilten Glaskugeln sind malerische Szenen zu sehen, die verschiedene Interpretationen der Paradiesvögel zeigen. Die Ölpastelle erzählen die Geschichten weiter. In fragilen Formen werden weiche Comfort-Objekte erkennbar, umgeben von Stimmungen, die als Ort undefiniert bleiben. Verborgene, hoffnungsvolle Aussenräume, in denen sich ein geschütztes Innen befindet.
Wie ein Fenster zur Welt beschreibt Noah Kohlbrenner seine Arbeit. Als zentrales Konzept der Kunstgeschichte versteht die Malerei das Bild als Fenster zur Welt, als einen Ausschnitt der Wirklichkeit. Die Ölmalereien von Kohlbrenner gehen jedoch über diese Wirklichkeit hinaus. Ausschnitte von Körper, Textilen, Mode, Materialien und Pflanzen aus kunsthistorischen Recherchen finden sich auf kleinformatigen Leinwänden wieder und werden in einem zeitgenössischen Kontext neu erzählt. In diesem Zusammenhang beschäftigt er sich mit Orten, die durch menschliches Handeln rasch und radikal verändert werden und die in wenigen Jahren nur noch als Erinnerungen und Bilder existieren.
Die Malereien, aufgezogen auf Holz, stehen teils für sich und teils sind sie in die von Hand gehobelten, alten, gebrauchten Holzbalken aus dem Engadin eingelassen. Wie das Fenster im Bild, bilden sie einen Übergang zwischen Innenraum und Aussenwelt und tragen nicht nur die Malerei, sondern auch ihre eigene Geschichte in sich.
EN
The exhibition Flickers in a Quiet Zone brings together moments in which painting transcends into space and oscillates between states and moods. Through their juxtaposition, the works offer glimpses into narratives.
Like a brief flicker as the body slowly relaxes and eyelids grow heavy. Thoughts drift away and visual worlds gradually open up. Laura Grubenmanns works tell stories that accompany us into sleep. The moment just before falling asleep, a tipping point between reality and a dream world. Narratives of imaginary sanctuaries in a different now. Of the legless bird of paradise that lives in the air. Of relationships with the sea and the rustling sound within a seashell.
Mural-like scenes are visible on glass spheres scattered across the floor, showing various interpretations of the birds of paradise. The oil pastels extend these stories
further. In fragile forms, soft comfort objects become recognizable, surrounded by moods that remain undefined as locations. Hidden, hopeful outer spaces that harbor a protected interior.
Noah Kohlbrenner describes his work as a window to the world. As a central concept
in art history, painting understands the image as a window, as a section of reality.
However, Kohlbrenners oil paintings go beyond this reality. Snippets of bodies, textiles,
fashion, materials, and plants from art-historical research reappear on small-format
canvases and are recontextualized within a contemporary narrative. In this vein, he explores
places that are rapidly and radically transformed by human intervention and that in a few years will exist only as memories and images.
The paintings, mounted on wood, partly stand alone and are partly embedded in hand-planed, old, used wooden beams from the Engadin. Like a window within a picture, they form a transition between the interior and the outside world and carry not only the painting but also their own history.
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